Folkwang
Folkwang vor Ort in China Folkwang's Interest in China | 富克旺根在中国 | Impressum | Kontakt | Sitemap | Suche

Folkwangs Interesse an China

Bereits 2007 entstand im Kreise einiger Hochschulrektoren die Idee, mehrere deutsche Musikhochschulen in China zu gründen. Prof. Dr. Pfeffer, damaliger Rektor der Folkwang Universität der Künste und  Vorsitzender der Rektorenkonferenz der deutschen Musikhochschulen (RKM), verfolgte den Gedanken weiter: In den Jahren 2007 und  2008 hat die Folkwang Universität daher federführend für ein Konsortium von deutschen Musikhochschulen geprüft, ob es sinnvoll und möglich ist, deutsche Studienangebote in China zu etablieren und eine oder mehrere deutsche Musikhochschulen in der Volksrepublik China zu gründen.

Bei Reisen, die zur Konkretisierung der RKM-Vorhaben notwendig waren, verfolgten die Vertreter der Folkwang Universität parallel zum RKM-Projekt auch eigene Projekte. Diese  Strategie erwies sich als richtig - denn  nach dem Tod von Prof. Pfeffer wurden die von Folkwang vorgeschlagenen und mit dem Deutschen Akademischen Austauschdienst abgestimmten RKM-Projekte zunächst ausgesetzt und schließlich beendet. Die Folkwang Universität der Künste konnte jedoch an die entstandenen Kontakte anknüpfen und mehrere eigene Projekte und Drittmittelvorhaben etablieren.

Das Rektorat der Folkwang Universität der Künste hat sich mehrfach mit der politischen Dimension der Zusammenarbeit mit chinesischen Hochschulen, Einrichtungen und Firmen beschäftigt. Es folgt dabei der Einschätzung der deutschen Regierung, dass China auf dem Weg zu einer demokratischen Gesellschaft ist und die internationale Einbindung fortgesetzt werden muss. Sicher glaubt das Rektorat nicht, durch die vergleichsweise winzigen Aktivitäten der Folkwang Universität der Künste zu einem spürbaren Wandel der chinesischen Gesellschaft beitragen zu können – es ist aber überzeugt davon, dass jeder chinesische Studierende, der Teile seines Studiums an einer deutschen Hochschule absolviert, mit wichtigen Einblicken in unsere Gesellschaft in seine Heimat zurückkehrt.  So hilft die vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen einer deutschen Universität und öffentlichen wie privaten Einrichtungen der Volksrepublik China, die großen internationalen Herausforderungen, vor denen unsere Länder stehen, zu bewältigen.

Eine ähnliche Einschätzung äußerte auch der damalige Bundeskanzler Gerhard Schröder 2008 in der Zeitung „Die Zeit“  („Warum wir Peking brauchen“) -  Schröders Gedanken haben aus Sicht des Rektorates heute immer noch Gültigkeit und decken sich mit den Leitlinien der aktuellen, deutschen Chinapolitik. Die Folkwang Universität der Künste ist bemüht, im Sinne dieser Gedanken zu handeln.

Michael Fricke, Kanzler der Folkwang Universität der Künste  (im August 2014)